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Je nach Ursache können Schwindelanfälle eine unterschiedliche Symptomatik zeigen. Diese kann im Einzelfall bereits Hinweise auf die mögliche Ursache liefern.
Kreislaufwirksame Herzrhythmusstörungen und Blutdruckabfälle sonstiger Ursache führen häufig zu ungerichtetem Schwindel, d.h. zu einer Benommenheit und Schwankneigung ohne Bevorzugung einer bestimmten Fallrichtung.
Otogener Schwindel äussert sich meist in Drehschwindelattacken oder sog. Liftschwindel, d.h. der Empfindung, in einem fahrendem Lift zu stehen. Zusätzlich können Ohrgeräusche (Tinnitus) oder Hörstörungen als
Begleitsymptome auftreten.
Neurogener Schwindel kann je nach betroffener Hirnregion unterschiedlich geartet sein. Durchblutungsstörungen oder Erkrankungen des Kleinhirnes bzw. Hirnstammes führen meist zu Drehschwindel. Veränderungen im
Grosshirnbereich und diffuse Hirnerkrankungen können auch zu ungerichtetem Schwindel mit begleitender Benommenheit führen.
Auch Hirndurchblutungsstörungen bei organischen Gefässveränderungen können in Analogie zu primär neurogenem Schwindel je nach betroffener Hirnregion eine unterschiedliche Schwindelcharakteristik zeigen. Ein
pulssynchroner Tinnitus (pulsierende Ohrgeräusche entsprechend dem Herzpuls) kann gelegentlich Ausdruck organischer Veränderungen der vorderen hirnversorgenden Halsgefässe (Carotiden) sein.
Vertebragener Schwindel kann zu ungerichtetem Schwindel oder auch Drehschwindelepisoden führen. Drehschwindel kann speziell bei wirbelsäulenbedingten Abknickungen der hinteren hirnversorgenden Halsgefässe
(Vertebralarterien) entstehen, wenn diese symptomatische Mangeldurchblutungen im Bereich des Hirnstammes oder Kleinhirnes verursachen (Vertebrobasiliäre Insuffizienz).
Beim okulären Schwindel besteht meist eine zusätzliche Augensymptomatik.
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Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, 56864 Bad Bertrich, Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182
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